19 November, 2019

Coworking Area Südwestfalen

Home Office, Laufbandschreibtische und Arbeiten von der Urlaubsinsel aus. Schlecht belüftete Büroräume haben heute längst ausgedient. In Zeiten von Digitalisierung kann überall gearbeitet werden. Mittlerweile hat sich Coworking, eine neue Form der Arbeitsplatzgestaltung, in Deutschland etabliert und ist gerade dabei auch in Südwestfalen Fuß zu fassen.

Was ist Coworking?

Übersetzt heißt Coworking nichts anderes als „zusammen arbeiten“ und das beschreibt das Konzept auch sehr gut. Die Arbeitsform kennzeichnet einen flexiblen Arbeitsplatz, welcher von mehreren Berufstätigen geteilt wird. Die großen Räumlichkeiten bieten oft noch separate Räume für Meetings und Veranstaltungen.  Die Arbeitsplätze lassen sich dann für eine bestimmte Zeit (meist einen Tag, manchmal aber auch für mehrere Wochen oder Monate) mieten.

Die Entwicklung von Coworking

Bereits in den 2000er Jahren entstanden in Kalifornien die ersten Coworking Spaces. Knapp zwanzig Jahre später ist der Trend auch in Europa angekommen. Mittlerweile finden sich auch in Barcelona, Berlin oder München zahlreiche solcher Gemeinschaftsbüros.

Für wen ist Coworking geeignet?

In Coworking Spaces lässt sich eine bunte Mischung an Arbeitnehmern beobachten. Die flexiblen Büros werden vor allem von Freiberuflern und Freelancern genutzt.  Ebenso finden Digitale Nomaden, die stets ortsunabhängig arbeiten, hier einen Platz. Aber auch Unternehmen, schicken ihre Mitarbeiter zeitweise in Coworking Büros, um durch einen Ortswechsel deren Kreativität zu fördern.

Was macht Coworking aus?

Durch die Zusammenkunft der verschiedenen Berufsfelder und unterschiedlichen Persönlichkeiten entsteht ein reger Austausch, der die Produktivität ankurbeln und zu neuen Ideen führen kann. Es bildet sich eine Arbeitsgemeinschaft, obwohl die Coworker meist keine Kollegen sind. Hinzukommt, dass durch Coworking Kosten eingespart werden können. Vor allem Start Ups nutzen die Meetingräume der Gemeinschaftsbüros und sind somit keinen festen Mietverträgen unterlegen.

Coworking in Südwestfalen

Im Gegensatz zu Berlin mit mittlerweile 170 Coworking Büros hinkt Südwestfalen im Bereich neue Arbeitsplatzmodelle noch hinterher. Das Ehepaar Kim und Frank Höhne eröffneten ihren ersten Coworking Space in Iserlohn. Der lief so gut, dass nun ein zweiter in Olpe folgte. Mit „Office and Friends“ im Technologiepark Olper Hütte soll Südwestfalen zum Magneten für qualifizierte Arbeitskräfte und zur Coworking-Community werden. Die Coworking Spaces sollen eine Schnittstelle zwischen hiesigen Unternehmen und der New Work-Szene bilden. Die Gründer sind der Meinung, dass die 140 industriellen Weltmarktführer in Südwestfalen die Ideen aus der Start-Up Szene langsam auch auf ihrer Agenda haben sollten. Die Coworking-Szene wachse langsam, werde aber dringend gebraucht. Auch in Arnsberg hat es sich der Coworking Platz „Kaiserhaus“ zur Aufgabe gemacht, Start Up und Mittelstand zu verbinden. Darüber hinaus bieten „Humboldt 4C“ in Lüdenscheid, das Medienwerk in Lennestadt und die Coworking Lounge in Winterberg Plätze zum arbeiten. Erwähnenswert ist das Gemeinschaftsbüro „Nevio“ in Siegen, welches nicht nur Arbeitsplätze sondern auch innovative Möglichkeiten zur Arbeitsplatzgestaltung bietet.  So sind dort unter anderem ein Laufbandschreibtisch, ein Schreibtischfahrrad und diverse Sitzbälle vorhanden.

Fazit

Coworking bietet eine willkommene Abwechslung zum traditionellen Büroalltag und ist nicht nur für Freelancer geeignet. Auch festangestellte Arbeitskräfte können von der Kreativität und Innovationskraft verschiedenster Persönlichkeiten profitieren. Während deutsche Großstädte bereits einige Coworking Spaces anbieten, liegt Südwestfalen noch zurück. Doch auch hier könnte sich das neue Arbeitsplatzmodell dank Gründern wie dem Ehepaar Höhne etablieren. Der Bedarf scheint vorhanden.

Alle Angaben sind ohne Gewähr von Richtigkeit und Vollständigkeit.

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