25 Oktober, 2019

Mit der richtigen Mitarbeitermotivation zu mehr Performance - so bringt Ihr Team Spitzenleistungen

Bessere Arbeit leisten ist sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer größtenteils Kopfsache. Das Schwierige bei dieser Angelegenheit ist allerdings, dass nicht alle Faktoren, die sich auf unseren Geist auswirken, tatsächlich von Innen kommen. Äußere Umstände beeinflussen unseren Kopf genauso wie unser Mindset, beides bedingt sich gegenseitig und beides ist oft nur in kleinen Schritten justierbar.

Das große Problem, was Arbeitnehmer und Arbeitgeber dabei teilen, ist der Wandel in unseren Ansprüchen. Denn anders als die Generation der Boomer, sind heutige Generationen eben nicht mehr einzig damit zufrieden, einen sicheren Arbeitsplatz zu haben. Stattdessen sind die Motivationen anders gesetzt und aus diesen Motivationen heraus resultiert auch eine bessere oder schlechtere Performance im Job. Das bedeutet, dass mit der richtigen Mitarbeitermotivation das Team messbar dazu gebracht werden kann, eine bessere Leistung zu erbringen. Was genau das bedeutet und wie Sie das erreichen, verraten wir Ihnen hier.

 

Wenn die Bedürfnispyramide auf dem Kopf steht

Dass Mitarbeitermotivation heutzutage ganz anders geprägt ist als noch vor 60 Jahren, das lässt sich beispielsweise mit dem amerikanischen Psychologen Abraham Maslow schön versinnbildlichen. Dieser ist vor allem für seine Bedürfnispyramide bekannt und diese zeigt Ihnen gut auf, was sich verändert hat. 

Bedürfnisse nach Sicherheit, Nahrung und einem warmen Zuhause spielen heute nur noch eine untergeordnete Rolle, denn unsere westliche Welt sorgt in diesem Belang für einen Standard, der (quasi) frei verfügbar ist. Wer einen Job hat, dessen fundamentale Bedürfnisse sind gedeckt. 
Entsprechend suchen Arbeitnehmer heute eher nach der Spitze der Bedürfnispyramide, der Selbstverwirklichung. Das klingt mit einem Blick auf den aktuellen Arbeitsmarkt auch kein bisschen esoterisch, denn die Auswirkungen hiervon sind längst spürbar. Wollen Arbeitgeber echte Incentives für neue (vor allem junge, hoch qualifizierte) Mitarbeite setzen, so sind monetäre Anreize nicht genug. Stattdessen müssen flexible Arbeitszeiten und -orte geboten werden, eine Kinderbetreuung im Betrieb, Möglichkeiten der Fortbildung, variable Aufstiegsmöglichkeiten und natürlich auch eine gute Atmosphäre im Team. Diese Incentives sind eine Form der Mitarbeitermotivation, die es dem Team ermöglichen, mehr Freiheit und weniger Arbeitszeit zu verbinden - und gleichzeitig mehr Leistung zu erbringen. 
Diese modernisierte Form der 9-to-5-Arbeit ist nicht nur ein wichtiges Gegenmittel gegen das Burnout-Syndrom, sondern ein echter Motivationskick für alle Mitarbeiter.

Motivation richtig verstehen und dadurch die Mitarbeitermotivation steigern

Die Begriffe der intrinsischen und der extrinsischen Motivation sind extrem wichtig, um zu verstehen, wie Mitarbeiter erreicht werden können, bzw. wie welche Mitarbeiter erreicht werden können. 

Denn eine intrinsische Mitarbeitermotivation zu schaffen, ist natürlich ein hohes Ziel, aber eben nicht immer realistisch. Wer sich in seinem Job selbst verwirklichen kann, der ist auch intrinsisch motiviert. Der Antrieb ist hierbei der gleiche, den wir alle von unseren Hobbys kennen. Das macht Jobs, die intrinsische Motivation schaffen, besonders reizvoll. Arbeitnehmer, die intrinsisch motiviert sind, wollen aus eigenem Antrieb die bestmögliche Leistung bringen und müssen oftmals daran erinnert werden, auch einmal Pause zu machen. 
Nun ließe sich daraus schlussfolgern, dass idealerweise jeder Mitarbeiter intrinsisch zu motivieren ist, aber das lässt sich nur bedingt in die Praxis umsetzen. Lästige Arbeiten attraktiver zu gestalten, ist nicht immer der richtige Weg und auch der perfekte Mitarbeiter kann versagen, wenn er  in der falschen Position feststeckt. Das bedeutet, dass bereits in der Personalfindung die richtigen Mitarbeiter gefunden werden müssen, die in ihrer neuen Position aufblühen und das richtige Know-how und den richtigen Spirit vereinen. Sind Mitarbeiter intrinsisch motiviert, so wollen sie jeden Tag aufs Neue glänzen und freuen sich darauf, wenn endlich wieder Montag ist.

Extrinsische Motivation hat aber auch im 21. Jahrhundert und in unserer veränderten, digitalen Kultur nach wie vor ihren Platz. So mag das Extrem der Strafe am Arbeitsplatz inzwischen reichlich veraltet sein, Lob und Wertschätzung im Berufsalltag (etwa in Form von anerkennenden Rankings) können Mitarbeitern aber nach wie vor wichtige Anreize geben. Und bei vielen Arbeitnehmern kann  so die intrinsische Motivation regelrecht geweckt werden. 

Tipps: Wie Sie den richtigen Rahmen setzen und Ihr Team motivieren

Auch positive Verstärkung mag ein Grund dafür sein, dass extrinsische Motivation inzwischen nur noch sekundär wertgeschätzt wird. Denn beständiges Lob ist ebenso ineffizient wie eine andauernde Strafe.

Teamleiter müssen lernen, ihr Team individuell zu stärken und dabei Positives hervorzuheben und Negatives durch Lösungen aus dem Weg zu räumen. Negative Reize sind Gift für die Mitarbeitermotivation, aber auch wenn Dinge im Betrieb suboptimal laufen, können sie Mitarbeitermotivation und Zusammenhalt stärken. Das erreichen Sie am besten, wenn Sie mit gutem Beispiel voran gehen und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Fehler sind kein Grund zur Strafe, sondern eine Möglichkeit zu lernen.

Bedenken Sie auch das soziale Gefüge in Ihrem Team, denn Selbstverwirklichung bedeutet auch, dass Mitarbeiter im Team selbst zur Geltung kommen können. Das ist mindestens ebenso wichtig wie der Gehaltsscheck am Ende des Monats - wer mit Freunden und Gleichgesinnten arbeitet, der arbeitet in einem funktionalen Team. 
Überschätzen Sie materielle Anreize nicht, sondern zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass jedes Mitglied des Teams etwas Wertvolles und Persönliches beizutragen hat. Fordern und fördern Sie Ihre Mitarbeiter, sorgen Sie für soziale Räume und Rückzugsmöglichkeiten und lassen Sie Ihrem Team strukturelle Freiheiten. Nur so schaffen Sie es, intrinsische Mitarbeitermotivation zu wecken und bereits beim Onboarding die Weichen zu stellen, dass jedes Teammitglied sich gerne an den Schreibtisch setzt und sein Bestes gibt.

Mit der richtigen Mitarbeitermotivation aus Berufen eine Berufung machen

Dass motivierte Mitarbeiter mehr leisten, ist keine bloße Redewendung, sondern messbar. Dabei gilt die intrinsische Mitarbeitermotivation zwar als das höchste aller Ziele, aber es ist nicht die einzige Möglichkeit. Auch leistungsorientierte Belohnungssysteme und Anreize in Bildung, Freizeitgestaltung und natürlich der heute omnipräsenten Work-Life-Balance binden Mitarbeiter an Ihr Unternehmen und schöpfen das volle Potential Ihres Teams aus. 
Monetäre Anreize sind nicht alles und sollten auch nicht unbedingt Ihr Ziel sein. Auch ohne zu den Major Playern zu gehören, können Sie von Ihrem Team Topleistungen erwarten - wenn Sie auch Topvoraussetzungen bieten.

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